VW Abgasskandal uferlos

© APA (AFP)

VW-ABGASSKANDAL UFERLOS

Die Ausweitung des Abgasskandals von Diesel- auf Benzinmotoren einerseits und von der Marke VW auf die Tochtermarken SKODA und SEAT sowie auf die sog. Premiumhersteller AUDI und PORSCHE andererseits vergrößert den Kreis der Geschädigten um ein Vielfaches. Weitere Hunderttausende von Fahrzeugen sollen betroffen sein. Viele Mandanten sind nun gleich mehrfach betroffen und sollten dringend anwaltlichen Rat suchen um sich im Hinblick auf Schadenersatzansprüche beraten zu lassen.

WER IST BETROFFEN


I. Kapitalanleger

Nicht nur Aktionäre der betroffenen Unternehmen, sondern auch Inhaber sonstiger Wertpapiere (z.B. Anleihen, Derivate, Zertifikate), deren Kurse infolge des Skandals stark unter Druck geraten sind, können allein in Deutschland wohl auf Schadenersatz in Milliardenhöhe hoffen, da VW-Manager die Manipulationen zum Großteil bereits eingeräumt haben. Hier sind allerdings je nach Anspruchsstellung besondere Verjährungsfristen zu beachten, die von der 3-jährigen Regelverjährung des BGB abweichen. Die Beauftragung eines Rechtsanwalts mit der Überprüfung Ihrer Rechte sollte daher gerade nicht zurückgestellt werden, wie teilweise aus Anlegerschutzkreisen verlautet. Zunächst sollten Ihre Ansprüche vielmehr aussergerichtlich und unter Fristsetzung gegenüber VW geltend gemacht. Erfolgt keine entsprechende Reaktion, muss VW dann auch die Kosten einer erfolgreichen Klage übernehmen. Neben der Möglichkeit der Erhebung einer Zivilklage besteht weiter die Möglichkeit ein Musterverfahren durchzuführen oder die Ansprüche in einem Musterverfahren lediglich anzumelden, was die kostengünstigste Alternative darstellt. Rechtsfolgen treten dann allerdings nicht unmittelbar ein. Gerne beraten wir Sie individuell hinsichtlich des für Sie besten Vorgehens.


II. Kunden

Es ist noch nicht abschließend geklärt, wieviele Modelle der Marken VW, SEAT, SKODA, AUDI und PORSCHE tatsächlich von den Manipulationen betroffen sind. Nahezu täglich weitet sich der Skandal aus und erfasst immer neue Modellreihen und Marken. Geschädigte Kunden können unter bestimmten Bedingungen Schadensersatz vom Hersteller verlangen oder gar vom Kaufvertrag zurücktreten. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages in einer Bewertung für die Bundestagsfraktion der "Grünen". Die Prüfung der zivil- und strafrechtlichen Fragestellung der Folgen der Abgasaffäre hat ergeben, "dass betroffene Verbraucher in derartigen Fällen neben etwaigen Gewährleistungsansprüchen gegenüber dem Verkäufer unter bestimmten Voraussetzungen wohl auch Schadenersatzansprüche direkt gegenüber dem Hersteller geltend machen können", so das Gutachten.

Auch nach einer Rückrufaktion steht zu befürchten, dass es durch die Nachbesserung letztlich zu Leistungseinbußen, geringeren Beschleunigungswerten oder Mehrverbrauch kommt. Sind bestimmte Verbrauchswerte aber gerade kaufentscheidend gewesen, so kann es unter Umständen unzumutbar sein, das KfZ weiterzunutzen.

Auch hier gilt es mit anwaltlicher Hilfe zunächst aussergerichtlich Klarheit darüber zu erlangen, ob das Kfz manipuliert wurde, damit sodann entsprechende Schritte eingeleitet werden können.

  • Dr. May, Hofmann + Kollegen - Rechtsanwälte
  • Kriegsstraße 135
  • 76135 Karlsruhe
  • Tel. 0721 830 88 - 0
  • Fax 0721 830 88 - 77
  • info (at) mhrecht (punkt) de
  • www.mhrecht.de
  • Dr. May, Hofmann + Kollegen
  • Rechtsanwälte
  •  
  • Kriegsstraße 135
  • 76135 Karlsruhe
  • Tel. 0721 830 88 - 0
  • Fax 0721 830 88 - 77
  •  
  • info (at) mhrecht (punkt) de
  • www.mhrecht.de